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Pater Hans-Josef Wenke in Würzburg verstorben

Pater Hajo Wenke *15.11.1956 - +23.03.2010
In der Nacht zum 23.März starb nach langer, schwerer Krankheit in unserem Kloster St. Alfons in Würzburg Pater Hans-Josef Wenke. Pater Wenke wurde am 15.11.1956 in Neuss geboren und schloss sich am 28.09.1986 durch die Profess unserer Kongregation an und wurde am 31.05.1992 zum Priester geweiht. Er war in der Jugend- und besonders in der Berufungspastoral unserer Gemeinschaft tätig. Die Beerdigung wird auf unserem Klosterfriedhof in Bottrop-Kirchhellen sein.
Das Requiem fand am Dienstag, den 30.März 2010 um 11:30 Uhr in der Kirche unseres Kirchhellener Klosters statt. Anschliessend wurde P. Wenke unter grosser Anteilnahme auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.

Text des Nachrufes:

Gott, der Schöpfer der Welt und Herr über Leben und Tod, hat am 23. März 2010 nach längerem Leiden unseren Mitbruder P. Hans Josef Wenke zu sich in die Ewigkeit genommen.

P. Wenke wurde am 15. November 1956 in Holzheim-Neuss geboren und war das älteste von fünf Kinder der Eheleute Karl-Heinz und Johanna Wenke. Neben dem gläubigen Elternhaus prägte den jungen Hajo das religiöse Klima seiner Heimatgemeinde, in die er tief verwurzelt war.
Nach Abschluss der Grundschule in Holzheim wechselte P. Wenke zur Realschule in Neuss und von dort zum Alexander von Humboldt Gymnasium. Mit dem Abitur eröffnete sich für ihn die Möglichkeit einer Inspektorenlaufbahn in der Stadtverwaltung Neuss. P. Wenke nutzte diese Möglichkeit und wurde mit siebenundzwanzig Jahren Beamter auf Lebenszeit.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmete er sich intensiv dem
Tischtennis-Sport: als Trainer, Leiter des Tischtennisvereins, Förderer von Talenten, Organisator von Wettkämpfen. Was Hajo in die Hand nahm, das tat er ganz, mit Ernst und Verantwortung. So blieben große Erfolge nicht aus.
Bei einer Gemeindemission 1983 in seiner Heimatpfarrei lernte Hajo die Redemptoristen kennen. Von ihnen angesprochen entschied er sich, seinem Leben eine Wende zu geben in die Nachfolge Jesu als Redemptorist. 1984 begann er in Hennef mit der Kandidatur, um die Ordensgemeinschaft genauer kennen zu lernen. Gleichzeitig nutzte er die Zeit, um die alten Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch) nachzuholen. Auf die Kandidatur folgte das Noviziat in Forchheim mit der ersten Profess am1986. Die anschließenden Studienjahre verbrachte P. Wenke in Hennef an der ordenseigenen Hochschule der Redemptoristen. Am 31.Mai 1992 wurde er zum Priester geweiht.
Sein erstes priesterliches Tätigkeitsfeld bestand in der Mitarbeit in der Beicht-, Gesprächs- und Telefonseelsorger in Trier. Danach führte ihn sein Weg nach Kirchhellen, wo er zwölf Jahre wirkte. In dieser Zeit wurde das Kloster Kirchhellen umgestaltet zu einer „Integrierten Kommunität“ und zum Jugendkloster Kirchhellen. P. Wenke arbeitete im Team des Hauses mit und zuletzt als Superior des Klosters. Die Errichtung des neuen Jugendhauses, die Umgestaltung des Klostergeländes und des Friedhofs sind vorrangig sein Werk. Ebenso die Einführung und Durchführung von Exerzitien im Alltag.
Im Jahre 2005 ernannte ihn die Provinzleitung zum Hauptverantwortlichen für die Berufepastoral. Daraufhin erfolgte ein Wechsel von Kirchhellen zum Kloster in Bonn. Zwei Jahre später wurde P. Wenke in die Ausbildungskommunität Würzburg versetzt. Als Mitglied der Kernkommunität war er von nun an mit verantwortlich für die Ausbildung künftiger Redemptoristen.
Zwei Jahre nach dem Tode seines jüngeren Bruders Thomas, der an Krebs verstarb, brach auch bei P. Wenke der Krebs aus, der trotz aller ärztlichen Bemühungen nicht zum Stillstand kam.

Wir trauern um P. Wenke, der so früh sterben musste. Er fehlt uns mit seiner Tatkraft, seinem Wohlwollen, seiner Lauterkeit und dem oft so fröhlichen Herzen. Ihm dankend suchen wir Trost und Halt in unserem gemeinsamen Glauben an die Auferstehung und ein Wiedersehen mit ihm in der Gemeinschaft des Himmels.

Den folgenden Text hatte ich angehängt - er erscheint aber nicht auf dem Totenbildchen.

Gott, Schöpfer des Lebens,
du hast einst Hajo seinen Eltern geschenkt – ein Kind, das sie liebten.

Sie durften ihn lehren
dich, unseren Gott, zu lieben und die Menschen, zu denen du Hajo als deinen Boten sandtest.

Als die Stunde seiner Krankheit kam,
hast du ihn uns, seinen Mitbrüdern, anvertraut.
Unsere Gebete um seine Gesundheit
und die Gebete derer, die ihm nahe standen, hast du gehört, aber dich entschieden, ihn, der dich und die Menschen liebte und dir und ihnen diente, schon jetzt ganz in deine Liebe aufzunehmen.

Unsere Herzen sind mit Trauer erfüllt.
Aber nach all seinen Leiden
wollen wir Ja sagen zu seinem Sterben mit der inständigen Bitte:
Er möge bei dir – frei von Schmerzen – für immer glücklich sein.



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